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  • 5 Sterne

    15 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja W., 14.06.2020

    Als Buch bewertet

    -Fuseta in explosvier Gefahr-

    Soraia ist zu Leander in die Villa Elias gezogen. Es ist nicht einfach mit einem Mann zusammen zu sein, der das Asperger Syndrom hat. Doch es scheint zu funktionieren, solange sich Soraia an Regeln hält. Niemals seine Wächter versetzen, diese Specksteine sind lebenswichtig für Leander. Die Schuhe müssen immer gerade ausgerichtet sein, wenn sie diese Kniffe beherrscht werden, passt Soraia perfekt zu Leander.
    Nur sein Herzschlag stolpert, seit er mit Soraia zusammen ist, er überlegt zu einem Kardiologen zu gehen, da er Herzrasen wegen Verliebtsein nicht kennt.
    Diese feine Art des Humors beherrscht Gil Ribeiro, er schreibt geniale Kriminalromane über den deutschen Asperger.

    Die traute Zweisamkeit zwischen dem frisch verliebten Paar währt nur kurz, eine Autobombe ist bei einer Bank explodiert. Eine knifflige Suche nach dem Täter beginnt. Amüsant untermalt durch den spanischen Kollegen Miguel Duarte und dem Heimkehrer Rui Aviola, der den Platz von Leander in Hamburg für ein Jahr getauscht hatte. Zum Glück für Soraia darf Leander in Fuseta bleiben und muss nicht nach Hamburg zurück. Dafür haben Graciana und Carlos sehr raffiniert gesorgt.
    Mit Rui hätte Graciana beinahe mal eine Affäre begonnen, doch der sehr hübsche Mann ist nicht gerade mit Intelligenz gesegnet.
    Zitat: S. 31 "...das Michelangelo beim Modellieren von Rui das Gehirn vernachlässigt hatte".

    Das Buch ist in 8 Tage eingeteilt, die Kapitel sind unterschiedlich lang, dadurch wird der Lesefluss beschleunigt. Es ist der 4. Band der Lost in Fuseta Reihe, doch es wird nie langweilig. Die Bücher lesen sich sehr gut und bieten extrem gute Unterhaltung.
    Leander Lost bringt wieder ordentlich Schwung ins Buch. Sein ganzes Verhalten ist faszinierend und amüsant.
    Die Beziehung zu Soraia funktioniert gut und er beginnt sich zu verändern. Das Zählen von Ecken beherrscht ihn leider noch, doch insgesamt ist Leander lockerer geworden. Er schafft sogar kleine Lügen.
    Wieder ist ein Fall in Fuseta abgeschlossen und ich hoffe auf ein Wiedersehen mit den genialen Ermittlern im schönen Portugal.

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  • 5 Sterne

    13 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diana E., 23.06.2020

    Als Buch bewertet

    Gil Ribeiro – Lost in Fuseta, Schwarzer August

    Obwohl Leander Lost bedingt durch seinen Autismus Gefühle nicht auf die Art wahrnehmen kann, wie er es sich wünscht oder andere von ihm erwarten, fühlt er tiefste Zufriedenheit wenn er in der Nähe von Soraia ist. Sie ist sein Ruhepol und macht die Welt weniger laut und unverständlich. Am liebsten würde er sie immer um sich herum haben und als ein Anruf von Graciana Rosada die Stille stört, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich den Kriminellen der Algarve zu stellen.
    Eine Autobombe detoniert und gibt einige Rätsel auf. Kurz darauf explodiert eine zweite Bombe. Was hat der Täter für ein Motiv und warum ist er so umsichtig, trotz der Bombengewalt niemanden zu verletzten? Leander Losts Verstand arbeitet auf Hochtouren... und als die Lösung immer näher rückt, ist es fast schon zu spät...

    „Schwarzer August“ ist nach „Lost in Fuseta“, „Spur der Schatten“ und „Weiße Fracht“ der vierte Band um den autistischen deutschen Polizisten Leander Lost, der als Austauschpolizist in Portugal arbeiten darf und dort zusammen mit seiner direkten Vorgesetzten Graciana Rosado und ihrem Partner Carlos Esteves Kriminalfälle löst. Leander Lost sticht aus der Masse der Krimis hervor weil er anders ist. Er kann nicht lügen, nimmt jedes Wort wortwörtlich, hat sich ein Kompendium sinnloser Sätze zurecht gelegt, weil er gelernt hat, dass die Menschen um ihn herum seine nüchterne Art einschüchternd finden und er bemüht sich in seinem Umfeld die Etikette von Höflichkeit und Freundlichkeit einzuhalten. An manchen Tagen fällt ihm das schwerer als an anderen und lange hat er damit zu kämpfen, das er nirgends so richtig dazugehört.
    Im vierten Teil ist das eines der Knackpunkte, mit denen er sich auseinander setzen wird, denn Leander merkt, das man ihm wohlgesonnen ist und so steht unter anderem auch die Beziehung zu Soraia aber auch die Freundschaft zwischen ihm und seinen Kollegen zeitweise im Fokus.
    Der Erzählstil ist locker, angenehm und modern. Natürlich gibt es einiges zu schmunzeln, denn wenn Redewendungen wie „Die Zeit läuft uns davon“ gemacht werden, denken wir überhaupt nicht darüber nach, aber wenn Leander sich das genau so wortwörtlich vorstellt, kann aus einem „Der Kollege ist versumpft“ schon mal ein trauriger Moment werden, denn obwohl Carlos „nur einen Kater“ hatte, denkt Leander zuerst an einen Tod oder an ein niedliches Kätzchen.
    Der Autor schafft es aber mit seinem fesselnden Erzählstil das der Krimi ausgewogen erscheint, hier kommt keine Komponente zu kurz, die Mischung aus Spannung, Crime und Tempo ist gut aufeinander abgestimmt, aber auch das Zwischenmenschliche fehlt keineswegs, und das ist das, was mir an der Reihe so gut gefällt. Die Lebensweise von Leander lässt mich oft nachdenken, wie man die Welt ein Stück besser machen kann.

    Jetzt aber zum Krimi, denn der hat es in sich. Mehrere Bomben, dazu Graciana und Carlos, die sich wegen ein paar Kleinigkeiten uneinig sind, ein Täter der in Palidromen redet und die Ermittler auf die Probe stellt. Interessanterweise hat mir das Ende diesmal gar nicht so zugesagt, wirkte es etwas überstürzt und was den Täter anbelangt, auch etwas unbefriedigend. Das Finale ist nicht so explosiv wie ich es mir gewünscht hätte, wirkte aber dennoch rund und stimmig.

    Der Autor schafft es immer wieder seinen Figuren Leben einzuhauchen und sie authentisch, glaubhaft und facettenreich auszuarbeiten. Ich kann mir jede einzelne Figur sehr gut vorstellen, und nach dem vierten Band ist es ohnehin so, als würde ich zu guten Freunden nach hause kommen. Nicht nur Graciana, Carlos und Soraia sind mir ans Herz gewachsen, auch Gracianas Eltern und sogar Luis, der mal wieder den Pfau raushängen lässt, konnte mich wieder einmal von sich überzeugen.

    Portugal, insbesondere Fuseta aber auch die nähere Umgebung wird hier gut beschrieben. Das Flair ist spürbar und macht richtig Lust auf einen Besuch in Portugal.

    Der Krimi ist spannend, hat mich gefesselt und so ist es nicht verwunderlich, das ich ihn innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Groß zu kritisieren habe ich nichts, wenn man mal von dem Ende absieht, aber das ist Geschmackssache. Ich mag die Mischung aus Humor, Emotionen, Tempo und Spannung und kann jedes einzelne Buch der Reihe empfehlen. Jedes Buch ist eigenständig lesbar, auch wenn die Grundgeschichte um Leander und seine Entwicklung natürlich von Buch zu Buch weiter erzählt wird.

    „Schwarzer August“ hat mir ein paar tolle Lesestunden bereitet. Kurzweilig, unterhaltsam und fesselnd.

    Das Cover ist ist nett anzusehen.

    Fazit: Leander Lost kann auch im vierten Band begeistern. Spannend, unterhaltsam, kurzweilig, packend. Knappe 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    gagamaus, 13.07.2020 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Eigentlich ist Leander Lost ja nur befristet im Austausch für einen portugiesischen Kollegen nach Fuseta gekommen. Und eigentlich tut er sich immer schwer mit Kollegen – wie überhaupt mit Menschen – da er am Asperger Syndrom leidet und sehr speziell ist, was seine Wahrheitsliebe und seine mangelnde Fähigkeit, die Emotionen anderer richtig einzuordnen, ist. Aber hier in Portugal hat er etwas gefunden, was ihm in Deutschland verwehrt geblieben ist. Kollegen die ihn schätzen und jetzt sogar eine Frau, die ihn liebt, so wie er ist. Kein Wunder, dass Lost zu Höchstform aufläuft.

    Mir gefällt auch dieser 4.te Band wieder ausnehmend gut. Die Charaktere sind mir allesamt schon sehr ans Herz gewachsen in den letzten Fällen und ich freue mich, wie verständnisvoll und harmonisch alles abläuft, obwohl Leander so richtig schräg sein kann. Außerdem ist der Kriminalfall gewohnt spannend und hat ein paar überraschende Wendungen. Gerade das schätze ich so am Schreibstil des deutschen Autors. Genau wie in seinen Drehbüchern kann er mich auch hier fesseln und auf eine falsche Fährte locken. Großes Kopfkino ist hier sicher.

    Ich hoffe sehr, es gibt noch weitere Teile dieser Reihe. Das Cover mit seinem tiefen Azurblau ist wie immer ein Hingucker und perfekt für einen heißen Sommer im tödlichen Fuseta zu lesen.

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra S., 13.06.2020

    Als Buch bewertet

    Bei „Schwarzer August – Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro handelt es sich um einen Portugal – Krimi.

    Klappentext übernommen:
    Ganz Fuseta freut sich: Leander Lost, der so ungewöhnliche wie liebenswerte Austauschkommissar aus Deutschland, darf weiter in Diensten der portugiesischen Polícia Judicária in Faro ermitteln – und Soraia, die Schwester seiner Kollegin Graciana Rosado, folgt endlich ihrem Herzen und zieht zu Lost in die Villa Elias. Doch ihre Zweisamkeit wird jäh gestört, als im Hinterland der Algarve eine Autobombe explodiert …
    Hier handelt es sich um den vierten Band aus der Reihe. Für mich war dies der erste Band und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Hintergrund wissen zu den Ermittlern fehlt. Der Fall ist neu und wird komplett gelöst.
    Der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Dieser Krimi lässt sich flüssig lesen, ist plausibel aufgebaut und der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen.
    Das Verhältnis aus Privatleben und Ermittlungsarbeit ist gerade noch in Ordnung. Beide Handlungsstränge sind interessant, wobei ich mir mehr Ermittlungsarbeit gewünscht hätte und weniger Szenen aus dem Privatleben.
    Die Spannung steigert sich langsam, bis hin zu einem sehr spannenden Finale. Ich konnte die ganze Zeit miträtseln und meine eigenen Theorien aufstellen. Der Autor hat mich mehrmals auf den Irrweg geschickt – super. Mit diesem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet. Eines der Themen, das hier behandelt wird, ist sehr aktuell und hat mir besonders gefallen.
    Durch die bildhaften Beschreibungen der Handlungsorte konnte ich mir dieses sehr gut vorstellen. Der Autor beschreibt das Flair Portugals sehr gut. Ich fühlte mich während dem Lesen, als ob ich vor Ort wäre.
    Die facettenreichen Protagonisten werden authentisch und tief beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen und mich in sie hineinversetzten konnte. Besonders Lost hat es mir angetan.
    Ich empfehle dieses Buch weiter.

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Schlafmurmel, 11.06.2020

    Als eBook bewertet

    Ich hoffe das ich es trotzdem gut bewerten kann, da ich ja die ersten 3 Bücher nicht kenne, aber das sollte kein Problem sein wurde mir mitgeteilt. Leander Lost hat in Portugal eine neue Heimat an der Algarve gefunden, wozu nicht zuletzt die Beziehung zu Soraia beiträgt, denn seine Dienststelle hat ihn im Austausch nach Portugal versetzt. Und zum Glück wird er dort auch nicht wegen seiner Krankheit schief angesehen, denn er hat das Asperger Syndrom,, er ist ein Autist, ganz im Gegenteil seine Kollegen schätzen ihn umso mehr da er besondere analytischen Fähigkeiten besitzt die schon bei mancher Aufklärung des Falles beigetragen haben. Und auch jetzt in diesem besonderem Fall mit dem Bombenleger, der sein Unwesen rund um das schöne beschauliches Städtchen Fuseta treibt und es ganz schön durcheinander bringt und die Leute in Angst und Schrecken bringt. Die Natur rund um Portugal wird richtig gut beschrieben, auch die Probleme dort werden erwähnt. Mir hat es sehr gut gefallen und mich hat es verwundert das Leander Lost trotz seiner Krankheit eine Beziehung hat, denn normalerweise haben es Autisten nicht so mit menschlicher Nähe und zwischenmenschlichen Beziehungen. So wie es aussieht wird Leander Lost in Portugal bleiben und es wird sicherlich noch mehr Folgen davon geben und ich werde doch noch mal nach Portugal reisen um die Schönheiten zu erleben.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gisa B., 22.07.2020 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Sogar ein wenig philosophisch!
    Da ich bisher alle Bände von Lost in Fuseta gelesen habe, war die Vorfreude auf diesen sehr groß. Nicht nur die Hauptperson Leander Lost, sondern auch alle anderen Akteure sind mir ans Herz gewachsen, und ich wurde nicht enttäuscht.
    Obwohl mir der Kriminalfall an sich nicht zugesagt hat, fand ich dessen Lösung wieder herrlich - herrlich logisch, herrlich spannend, herrlich lustig.
    Alle Charaktere, selbst die unsympathischen, werden sympathisch dargestellt. Jeder hat sein Alleinstellungs- und sein Erkennungsmerkmal. Die Interaktion der Personen ist einfach nur unterhaltsam oder auch sehr ernsthaft.
    Dabei ist das ganze Buch sehr flüssig geschrieben und lässt sich unkompliziert und schnell lesen. Auch, wenn man die anderen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Geschichte rein und vermisst kein Vorwissen.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    yellowdog, 20.06.2020

    Als Buch bewertet

    Die bewährte Leander Lost-Crew zum vierten mal

    Schwarzer August ist schon der vierte Teil der erfolgreichen Serie um den autistischen Kriminalkommissar Leander Lost in Fuseta, Portugal.
    Es sind wieder alle wohlvertrauten Figuren dabei.

    Zum Beispiel Soraia Rosado, die jetzt glücklich mit Leander zusammenlebt.
    Dann Zara, die 17jährige Waise, um die sich Leander kümmert.
    Und natürlich Leanders Kollegen Graciana Rosado und Carlos Estevez.
    Das sind alles so sympathisch gemachte Figuren, das man ihnen als Leser gerne wieder begegnet.
    Das hilft, dass die eigentliche dünne Idee vom deutschen Austausch-Ermittler in Fuseta ein weiteres mal ein Buch trägt, obwohl ich die Handlung eigentlich nicht gerade spannend fand.

    Der deutsche Autor Gil Ribeiro schafft es außerdem, die Helligkeit im Erzählton seiner Romane ein weiteres mal aufrecht zu erhalten.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Petti, 17.06.2020

    Als Buch bewertet

    Leander ist der Beste!

    Dieses Buch schließt direkt an den dritten Teil an. Leander und Soraia haben sich nun gefunden und genießen gerade ihre Zweisamkeit. Da werden sie, durch einen Bombenanschlag, in die Realität zurückgeholt. Vor einer Bank ist eine Autobombe explodiert.
    Wie auch schon in den anderen Teilen der „Lost in Fuseta“ Reihe gibt es eine gute Mischung aus Romantik und Spannung. Es macht mir einfach Spaß das Leben des „Asperbergers“ Leander Lost, mit all seinen Höhen und Tiefen mit zu erleben. Wie er es langsam schafft immer die Wahrheit zu sagen, denn er ist nicht fähig zu Lügen und trotzdem die Ermittlungen damit nicht zu gefährden, gefällt mir sehr gut. Auch die Geschichten rund um die anderen Ermittler werden immer wieder eingeflochten. Ich als Leser war während des Lesens, die ganze Zeit gespannt, ob Graciana und Carlos sich auch endlich kriegen. Sehr erheiternd fand ich auch wieder das gockelhafte Benehmen von Miguel Duarte, der sich gerne in den Vordergrund stellt. Diese Lebensgeschichten sind sehr spannend, aber der Autor vergisst darüber keineswegs, dass es sich um einen Krimi handelt. Der Bombenanschlag und alle weiteren Handlungen werden sehr spannend beschrieben. Sehr lange steht die Polizei im Dunkeln, wer der Täter ist und was seine Motivation ist. Immer ist er ihnen ein Schritt voraus. Erst ganz am Ende kommt der Umfang des Geschehens ans Licht, somit wurde die Spannung bis zum Schluss gehalten. Des Weiteren hat mich dieses Werk mental nach Portugal versetzt und ich konnte diese schöne Gegend geistig miterleben.
    Fazit: Ein rundum gelungenes Buch, einer Reihe, die man unbedingt gelesen haben muss.

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  • 4 Sterne

    11 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bücher in meiner Hand, 10.05.2020

    Als eBook bewertet

    Eine Autoexplosion vor eine Bankfiliale an einem Sonntagmorgen erschüttert die Algarve. Graciana und Co. stehen vor einem Rätsel, bis ein Bekennerschreiben auftaucht. Doch dieses gibt nur noch mehr Rätsel auf. Der Täter scheint theoretisch ein Weltverbesserer zu sein, doch weshalb greift er plötzlich zu solchen zerstörerischen Methoden, die bald auch Menschen verletzen?

    Miguel Duerte musste im dritten Band einige Niederlagen hinnehmen, hier in "Schwarzer August" kann er sich als Bombenentschärfer betätigen, aber sein verdienter Ruhm lässt wohl weiterhin auf sich warten. Weshalb er so extrem auf Anerkennung aus ist, lässt sich mit seiner Kindheit als Sohn eines Toreros erklären, wovon einige seiner Erinnerungen immer mal wieder durch die Seiten blitzen. Das macht ihn nicht sympathischer, aber man versteht besser, wieso er so ist wie er ist.

    Auch Leander Lost ist wie er ist - er übt sich nun neu im Lügen, bzw. im ungenau antworten, so dass er zwar die Wahrheit sagt, aber eben doch nicht die ganze Wahrheit. Es ist schön zu sehen, wie er sich in allem weiter entwickelt Auch in der Beziehung, denn Leander und Soraia geniessen ihre Zweisamkeit, wann immer sie können. So könnte es vielleicht bald heissen "at home in Fuseta". Wer weiss.

    Graciana verliert sich derweil in ihren Gefühlen, während Carlos seine Gefühle preisgibt und trotzdem der ruhende Pool des Ermittlerteams bleibt.

    Die Charaktere wurden in jedem der bisher erschienenen Bände nochmals vorgestellt, so auch hier im vierten Fall. Leider sind diese Personenbeschreibungen für allfällige Neuleser aber viel zu ausführlich geraten, treue Leser finden solche Wiederholungen nervig und unnötig.

    Das Team schweisst in "Schwarzer August" noch mehr zusammen, was sehr schön zu lesen ist. Der Fall an sich ist nicht schlecht, hat aber ein, zwei Mängel, auf die ich aufgrund Spoilergefahr nicht eingehen kann. Insgesamt ist dieser vierte Teil aber sicher nicht langweilig, spannend vor allem auf den letzten 60 Seiten.


    Fazit: Auch der vierte Band unterhält die Leser bestens.
    4 Punkte.

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  • 4 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lesemone, 08.06.2020

    Als eBook bewertet

    Leander Lost ist als Ermittler ein sehr interessanter Charakter. Aufgrund seiner Erkrankung agiert er nicht immer, wie man es erwarten würde. Trotzdem schafft er es aber mit seinem Team gut zusammen zu arbeiten. Der Fall entpuppt sich als sehr undurchsichtig und dazwischen genießt der Ermittler seine Zweisamkeit mit Freundin Soraia. Das Buch fängt sehr gemächlich an, nimmt aber von Seite zu Seite an Spannung zu, die sich bis ans Ende hielt. Beim lesen spürt man die Liebe des Autors zu Portugal. Er fängt die Stimmung und auch die Landschaft sehr gut ein, so dass man sich richtig dahin versetzen konnte. Man kann das Buch unabhängig der vorherigen Bände lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Wer jedoch auf die privaten Entwicklungen und die Beziehungen innerhalb des Ermittlerteams Wert legt, der sollte von vorne beginnen. Ich fand den Krimi nicht spektakulär, aber es war ein unterhaltsamer Kriminalfall, der Stück für Stück aufgedeckt werden konnte und auch so einige Misstände, was Umwelt und Tierwelt betrifft, aufgedeckt hat und zum Nachdenken anregt.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 14.08.2020 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Toller Krimi mit kleinen Abstrichen

    Inhalt:
    Der deutsche Austauschkommissar Leander Lost will vorerst nicht mehr nach Hamburg zurück, obwohl das Jahr abgelaufen ist. In Portugal hat er mit Soraia zum ersten Mal Liebesglück gefunden - für den Asperger eine große Sache. Doch schon bald wird die traute Zweisamkeit durch Bombenattentate gestört. Die Intelligenz und Logik des Deutschen sind gefragt, um weitere Attentate zu verhindern und den Täter zu ergreifen.

    Meine Meinung:
    Bisher habe ich nur den 1. Band der Reihe gelesen, hatte aber nun keine Schwierigkeiten, mich in diesem 4. Band zurechtzufinden. Natürlich hat sich das Privatleben der Protagonisten inzwischen ein bisschen weiterentwickelt, aber das kann man aus der aktuellen Erzählung herauslesen. Man braucht also keine Vorkenntnisse, kann meines Erachtens die Reihe sogar mit diesem Band beginnen, ohne Verständnisprobleme zu bekommen.

    Nach wie vor ist Leander Lost meine Lieblingsfigur. Mit seinen trockenen Aussagen - typisch Asperger eben - hatte er von Anfang an mein Herz erobert. Immer wieder führen seine Probleme mit dem Zwischenmenschlichen dazu, dass ich schmunzeln muss. Andererseits bringt er durch seine logische Kombinationsgabe den Fall immer wieder ein Stück voran.

    Auch seine Kolleg*innen Graciana Rosado und Carlos Esteves spielen eine große Rolle, gefolgt von dem eitlen Spanier Miguel Duarte und der burschikosen Kriminaltechnikerin Isadora Jordão. Jeder trägt auf seine Weise zum Gelingen der Arbeit bei. Das hat mir gut gefallen, auch wenn ich das ein oder andere Mal die Augen rollen musste, weil einer sich zu blöd benahm.

    Als kleinen Wermutstropfen empfinde ich, dass die Lesenden eigentlich keine Chance haben, den Täter zu erraten. Aus welcher Ecke er kommen könnte, kann man bei intensivem Lesen vermuten, aber eben nicht, wer genau er ist. Dies kommt erst ganz zum Schluss zur Sprache.

    Die Beschreibungen von Land und Leuten sind sehr atmosphärisch und laden dazu ein, den Ostteil der Algarve kennenzulernen. Im Gegensatz zur bekannten Bretagne-Reihe aus demselben Verlag verkommen die Krimis von Gil Ribeiro (aka Holger Karsten Schmidt) aber nicht zum Reise- und Restaurantführer, worüber ich sehr froh bin.

    Die Reihe:
    1. Lost in Fuseta
    2. Spur der Schatten
    3. Weiße Fracht
    4. Schwarzer August

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  • 3 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    brauneye29, 10.06.2020

    Als Buch bewertet

    Zum Inhalt:

    Leander Lost ist glücklich, denn Soraia zieht endlich zu ihm. Doch nur kurz dürfen die beiden ihr Glück genießen, denn es gibt einen neuen Fall, der die Aufmerksamkeit von Lost erfordert. Eine Autobombe ist explodiert.

    Meine Meinung:

    Was mir besonders gut an der Serie gefällt sind die doch zum Teil recht schrägen Typen, wobei man da ausdrücklich Leander Lost an erster Stelle nennen muss. Aber auch die sehr bildliche Beschreibung der Landschaft gefällt mir richtig gut, man möchte sich nach der Lektüre einfach in den Flieger setzen und das schöne Land selbst erleben. Die Geschichte in diesem Teil hat mich nicht ganz so mit genommen, irgendwie ist bei mir mal abgesehen vom Schluss nicht so richtig Spannung aufgekommen. Dennoch fühlte ich mich unterhalten durch die anderen Aspekte wie eben Landschaft und Protagonisten.

    Fazit:

    Nicht ganz so stark

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  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sigrid, 07.06.2020

    Als Buch bewertet

    Diese Geschichte hat mich total begeistert. Der zu bearbeitende Fall um die Autobombe und den nachfolgenden Ereignissen war schon sehr spannend. Man wurde auf falsche Fährten geschickt und von den Handlungen der Personen überrascht. Die Motive hinter dem Verbrechen waren interessant und nachvollziehbar. Wir kennen ja nun die Protagonisten, aber auch sie zeigen ungeahnte Seiten. So Duarte als Terroristenexperte oder ein weiterer Baustein von zwischenmenschlichen Beziehungen durch Carlos wird sichtbar. Die Erzählung ist wieder sehr detailreich und man sieht die agierenden Personen sowie die Landschaft genau vor Augen. Die Beschreibungen von den Treffen am Elternhaus von Graciana Rosado sind dafür ein gutes Beispiel und man meint das Stimmengewirr zu hören und den leckeren Essensduft zu riechen.
    Aber die Ermittlungen sind diesmal schwerer, denn es mischen sich nun Ministerien und höhere Dienststellen ein. Aber das bewährte Team um Leander und Co. zeigt vollen Einsatz und durch Leander beeinflußt, schaut man auch mal über den Tellerrand.
    Aber die besten Entwicklungen in diesem Buch waren die persönlichen Veränderungen um Leander. Er überrascht sich selber und seine Umgebung mit ungewöhnlichen Entscheidungen, die sein so gut eingerichtetes Leben als Asperger tiefgreifend beeinflussen. Aber es sind sehr positive Entscheidungen und zeugen von seinen tiefsten Gefühlen. Es macht Spaß ihm bei seinen neuen Erfahrungen zu begleiten. Ich mag seine Art und Weise alles für bare Münze zu nehmen, besonders wenn es oft amüsante Situationen hervorbringt. Insbesondere wenn die Menschen nicht von seinem Asperger-Syndrom wissen.
    Jedenfalls habe ich mit Leander und den anderen Protagonisten einen sehr schönen Leseurlaub in Portugal verbracht.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Angela H., 13.06.2020

    Als Buch bewertet

    Leander Lost darf weiterhin als Kommissar an der Algarve arbeiten. Ausserdem ist er mit Soraia zusammen, der Schwester der Hauptkommissarin Graciana. Hier fühlt sich der liebenswerte Deutsche mit Asperger Syndrom wohl.
    Trotz aller Idylle: Im Hinterland explodiert eine Autobombe, kurz danach fliegen Ausflugsboote in die Luft. Bisher kam dabei noch niemand ums Leben. Aber bleibt es dabei? Eine Menge Ermittlungsarbeiten warten auf Lost, Graciana, Carlos und den Rest vom Team.
    Auch dieses Buch besticht durch die Spannung in der Geschichte, die bis zum Schluss erhalten bleibt. Dazwischen kommen immer wieder Sequenzen zum Luft holen. Darin werden das gemütliche Leben der Portugiesen, die Harmonie und der Zusammenhalt der Menschen beschrieben. Und nicht fehlen darf die Kulinarik, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Szenen zum Schmunzeln gibt es vor allem dann, wenn beschrieben wird, wie jemand unbedacht einen übertragenen Satz von sich gibt, und Lost ihn wortwörtlich übersetzt, überrascht darüber ist, seine Überlegungen mitteilt und somit sein Gegenüber verblüfft…
    Ich liebe Gil Ribeiros Krimis, kann alle wärmstens empfehlen und freue mich auf eine baldige Fortsetzung!

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Daniela H., 09.06.2020

    Als Buch bewertet

    Hierbei handelt es sich um den 4. Band der Krimis um den Ermittler Leander Lost.

    Lost ist ein deutscher Kommissar, der für eine gewisse Zeit in Portugal in Fuseta ermittelt. (Sowas wie eine Art Polizisten Austausch). Mittlerweile hat er sich dort eingelebt und führt auch eine Beziehung, was überraschend ist, da Leander Lost Asperger Autist ist und sich mit sozialen und zwischenmenschlichen Dingen sehr schwer tut.

    Gerade die Asperger Aspekte des Kommisars verleihen diesen Krimis einen besonderen Reiz. Manchmal muss man schmunzeln, sieht aber die Schwierigkeiten und Vorteile, die das mit sich bringt. Lost ist ein wirklich toller Charakter!

    Auch die anderen Charaktere, die man in den vorangegangenen Büchern kennengelernt hat, haben sich weiterentwickelt. Auch zu ihnen hat man als Leser mittlerweile eine Verbindung geknüpft. Ich mag es, dass alle ihre Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen haben.

    Über den Fall, den es diesmal zu lösen gibt, werde ich nichts schreiben, um nicht zu spoilern. Aber ich fand ihn spannend.

    Ich denke, auch wenn man die ersten 3 Bücher nicht kennt, kann man dieses lesen. Schöner ist aber bestimmt, die Reihenfolge einzuhalten.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wisent, 28.07.2020

    Als Buch bewertet

    Hach, ich mag die Lost-Krimis.

    Auch Teil 4 glänzt mal wieder mit viel portugiesischem Lokalkolorit, Lost als Autist ist wieder absolut nüchtern und bei der Sache und bildet so einen angenehmen Gegenpol zu seinen portugiesischen Kollegen.

    In Teil 4 hat Leander Lost endlich die Bewilligung erhalten dauerhaft in Faro bleiben zu können. Kaum hat er Gelegenheit das mit seiner Herzensdame zu feiern, explodiert eine Autobombe direkt neben einer Bank. Doch bei diesem einen Anschlag wird es nicht bleiben...

    Wer ein Faible für Krimis mit mediterranem Charme hat, ist hier absolut richtig. Der Plot ist tatsächlich auch extrem gut durchdacht, auf die Auflösung des Falles wäre ich nicht gekommen.

    Die Weiterentwicklung der Charaktere gerät dabei etwas ins Hintertreffen, insbesondere Losts Plot ist mir etwas zu harmonisch und linear. Aber wer kann dem Autor bei dieser tollen Reihe da schon böse sein? Irgendwie liest man ja lieber vom Azur des Himmels über der Algarve als die Protagonisten straucheln zu sehen.

    Ein unterhaltsamer Krimi für warme Sommerabende.

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  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marie aus E., 14.06.2020

    Als Buch bewertet

    Ich bin mit Band 4 quer eingestiegen und konnte problemlos folgen.

    Das Buch lebt von der Beschreibung seiner Charaktere, insbesondere von Leander Lost, der mit seinem Asperger Syndrom oft ganz anders reagiert als seine Kolleg*innen. Aber auch diese werden für das Buch bereichernd beschrieben.

    Dazu kommt dann noch eine große Portugalliebe, hach ja, nach dem Buch möchte man so unbedingt sein Köfferchen packen und umgehend unzählige Pastéis de Nata verdrücken - ein weiterer großer Pluspunkt des Krimis.

    Der Kriminalfall an sich allerdings - hier war ich nach den vielen positiven Rezensionen der Vorgängerbänder ja sehr gespannt - hat mich enttäuscht.
    Es plätscherte so vor sich hin, von Spannung keine Spur und die Auflösung, nun ja. Wenn dann die letzten Seiten so völlig aus dem Nichts eine*e Täter*in hervorgezaubert wird, dann hält sich meine Begeisterung auch sehr in Grenzen.

    Zudem haben für mich die Liebesbeziehungen der Charaktere zu sehr dominiert, klar, von Leander konnte ich gar nicht genug lesen, aber auch seine Beziehung fand ich angesichts seiner Asperger-Züge nicht stimmig und seine stets verständnisvolle und rücksichtsvolle Freundin ohne eigene Interessen nicht realistisch geschildert.

    Für Leander und das Portugal-Setting gibt es volle fünf Sterne, nachdem es aber ein Krimi ist, muss ich für den schwachen Krimi-Plot leider zwei Sterne abziehen.

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  • 5 Sterne

    Diana E., 23.06.2020 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Gil Ribeiro – Lost in Fuseta, Schwarzer August

    Obwohl Leander Lost bedingt durch seinen Autismus Gefühle nicht auf die Art wahrnehmen kann, wie er es sich wünscht oder andere von ihm erwarten, fühlt er tiefste Zufriedenheit wenn er in der Nähe von Soraia ist. Sie ist sein Ruhepol und macht die Welt weniger laut und unverständlich. Am liebsten würde er sie immer um sich herum haben und als ein Anruf von Graciana Rosada die Stille stört, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich den Kriminellen der Algarve zu stellen.
    Eine Autobombe detoniert und gibt einige Rätsel auf. Kurz darauf explodiert eine zweite Bombe. Was hat der Täter für ein Motiv und warum ist er so umsichtig, trotz der Bombengewalt niemanden zu verletzten? Leander Losts Verstand arbeitet auf Hochtouren... und als die Lösung immer näher rückt, ist es fast schon zu spät...

    „Schwarzer August“ ist nach „Lost in Fuseta“, „Spur der Schatten“ und „Weiße Fracht“ der vierte Band um den autistischen deutschen Polizisten Leander Lost, der als Austauschpolizist in Portugal arbeiten darf und dort zusammen mit seiner direkten Vorgesetzten Graciana Rosado und ihrem Partner Carlos Esteves Kriminalfälle löst. Leander Lost sticht aus der Masse der Krimis hervor weil er anders ist. Er kann nicht lügen, nimmt jedes Wort wortwörtlich, hat sich ein Kompendium sinnloser Sätze zurecht gelegt, weil er gelernt hat, dass die Menschen um ihn herum seine nüchterne Art einschüchternd finden und er bemüht sich in seinem Umfeld die Etikette von Höflichkeit und Freundlichkeit einzuhalten. An manchen Tagen fällt ihm das schwerer als an anderen und lange hat er damit zu kämpfen, das er nirgends so richtig dazugehört.
    Im vierten Teil ist das eines der Knackpunkte, mit denen er sich auseinander setzen wird, denn Leander merkt, das man ihm wohlgesonnen ist und so steht unter anderem auch die Beziehung zu Soraia aber auch die Freundschaft zwischen ihm und seinen Kollegen zeitweise im Fokus.
    Der Erzählstil ist locker, angenehm und modern. Natürlich gibt es einiges zu schmunzeln, denn wenn Redewendungen wie „Die Zeit läuft uns davon“ gemacht werden, denken wir überhaupt nicht darüber nach, aber wenn Leander sich das genau so wortwörtlich vorstellt, kann aus einem „Der Kollege ist versumpft“ schon mal ein trauriger Moment werden, denn obwohl Carlos „nur einen Kater“ hatte, denkt Leander zuerst an einen Tod oder an ein niedliches Kätzchen.
    Der Autor schafft es aber mit seinem fesselnden Erzählstil das der Krimi ausgewogen erscheint, hier kommt keine Komponente zu kurz, die Mischung aus Spannung, Crime und Tempo ist gut aufeinander abgestimmt, aber auch das Zwischenmenschliche fehlt keineswegs, und das ist das, was mir an der Reihe so gut gefällt. Die Lebensweise von Leander lässt mich oft nachdenken, wie man die Welt ein Stück besser machen kann.

    Jetzt aber zum Krimi, denn der hat es in sich. Mehrere Bomben, dazu Graciana und Carlos, die sich wegen ein paar Kleinigkeiten uneinig sind, ein Täter der in Palidromen redet und die Ermittler auf die Probe stellt. Interessanterweise hat mir das Ende diesmal gar nicht so zugesagt, wirkte es etwas überstürzt und was den Täter anbelangt, auch etwas unbefriedigend. Das Finale ist nicht so explosiv wie ich es mir gewünscht hätte, wirkte aber dennoch rund und stimmig.

    Der Autor schafft es immer wieder seinen Figuren Leben einzuhauchen und sie authentisch, glaubhaft und facettenreich auszuarbeiten. Ich kann mir jede einzelne Figur sehr gut vorstellen, und nach dem vierten Band ist es ohnehin so, als würde ich zu guten Freunden nach hause kommen. Nicht nur Graciana, Carlos und Soraia sind mir ans Herz gewachsen, auch Gracianas Eltern und sogar Luis, der mal wieder den Pfau raushängen lässt, konnte mich wieder einmal von sich überzeugen.

    Portugal, insbesondere Fuseta aber auch die nähere Umgebung wird hier gut beschrieben. Das Flair ist spürbar und macht richtig Lust auf einen Besuch in Portugal.

    Der Krimi ist spannend, hat mich gefesselt und so ist es nicht verwunderlich, das ich ihn innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Groß zu kritisieren habe ich nichts, wenn man mal von dem Ende absieht, aber das ist Geschmackssache. Ich mag die Mischung aus Humor, Emotionen, Tempo und Spannung und kann jedes einzelne Buch der Reihe empfehlen. Jedes Buch ist eigenständig lesbar, auch wenn die Grundgeschichte um Leander und seine Entwicklung natürlich von Buch zu Buch weiter erzählt wird.

    „Schwarzer August“ hat mir ein paar tolle Lesestunden bereitet. Kurzweilig, unterhaltsam und fesselnd.

    Das Cover ist ist nett anzusehen.

    Fazit: Leander Lost kann auch im vierten Band begeistern. Spannend, unterhaltsam, kurzweilig, packend. Knappe 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    H.S., 23.06.2020 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Unglaublich atmosphärisch, tolle Charaktere und ein Fall, der es in sich hat

    „Die einfache Form des Glücks lauerte manchmal an Stellen, an denen man sie nicht vermutete, und sprang einen plötzlich an.“ (S. 180)

    „Fuseta lag ruhig im Sonnenuntergang. Eine kleine, verschlafen wirkende Perle, die umso schöner und anziehender war, weil sie um beides nicht wusste und deshalb nicht damit kokettierte.“ (S. 222)

    Meine Meinung:
    „Schwarzer August“ ist der mittlerweile vierte Fall um den „Alemao“ Leander Lost, den es im Rahmen eines Austauschprogramms von Hamburg ins beschauliche Fuseta an Portugals Algarve verschlagen hat. Da es sich um einen eigenständigen Fall handelt, ist es nicht zwingend notwendig, die Vorgängerbände gelesen zu haben, mehr Spaß macht es aber sicherlich!

    Dieser Fall beginnt vergleichsweise unspektakulär: Eine Autobombe detoniert vor einer abgeschieden gelegenen, winzigen 1-Frau-Filiale einer Bank und richtet einen ordentlichen Sachschaden an – verletzt wurde glücklicher Weise niemand, auch da die Bombe außerhalb der Öffnungszeiten hochgegangen ist. Dennoch ist das Team um Graciana Rosado sofort in Alarmbereitschaft und Miguel „Der Pfau“ Duarte wittert sogleich einen terroristischen Hintergrund. Wie immer behält Leander Lost einen kühlen Kopf (er kann ja gar nicht anders) und beginnt, die Situation Puzzleteil für Puzzleteil analytisch auseinanderzunehmen. Es entwickelt sich ein spannender Fall, der sich wie bei einem Crescendo langsam steigert und immer gefährlicher wird, bis es für die Ermittler selbst höchst riskant wird! So zieht einen dieser Krimi Seite um Seite immer tiefer in seinen Bann, fiebert man unweigerlich mit den Ermittlern mit, entwickelt seine eigenen Theorien und wird am Ende von einer Auflösung überrascht, die zwar aus Sicht des Lesers nicht antizipierbar gewesen ist, die aber retrograd voll und ganz nachvollziehbar war. Beste Krimi-Unterhaltung also!

    Die besondere Stärke dieser Reihe des deutschen Autors Holger Karsten Schmidt (alias „Gil Ribeiro“) liegt für mich aber einmal mehr in der ganz wunderbaren, einmaligen Atmosphäre, die hier transportiert wird sowie in den liebenswerten Charakteren, die diesem Buch einen ganz eigenen Charme verleihen. Allen voran natürlich Leander Lost selbst, den als Asperger-Autist Zwischenmenschliches immer wieder vor schier unüberwindbare Herausforderungen stellt, der aber offen damit umgeht und hierdurch oft für skurril-humorvolle Situationen sorgt (wie etwa beim Einkaufen an der Fleischtheke im Supermarkt). Besonders seine sich nun festigende Beziehung zu Gracianas Schwester Soraia sorgt in dieser Geschichte darüber hinaus für wunderbare Herzenswärme. Überhaupt wohnt diesem Krimi neben aller Spannung eine unglaubliche, oft unterschwellige Wärme inne – nicht nur durch das Setting unter südlicher Sonne, sondern durch den ganz besonderen Menschenschlag in der Algarve. Man merkt immer wieder, wie sehr der Autor diese Region und seine Einwohner liebt. So bietet dieser Krimi nicht „nur“ spannende Unterhaltung, sondern auch eine gehörige Portion Fernweh.

    FAZIT:
    Ein spannender, sich zuspitzender Fall, kombiniert mit einem wunderbaren Ermittlerteam und einer ganz besonderen Atmosphäre – eine wirklich empfehlenswerte Reihe!

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  • 5 Sterne

    ele, 09.07.2020

    Als eBook bewertet

    Schwarzer August, Kriminalroman aus der Lost in Fuseta-Reihe von Gil Ribeiro, ebook, Kiepenheuer & Witsch.
    Bombenstimmung an der Algarve, Leander Lost ist in Fuseta angekommen.
    Leander Lost, Asperger und Austauschkommissar aus Deutschland hat es geschafft, seine Kollegen bei der Policia Judicária und auch die Bewohner von Fuseta sind von dem ungewöhnlichen wie auch liebenswerten Menschen begeistert. Soraia, die Schwester seiner Kollegin Graciana hat es ganz besonders erwischt. Sie folgt ihrem Herzen und zieht zu Lost in die Villa Elias. Doch schon bald wird die sommerliche Idylle gestört. Im Hinterland der Algarve explodiert eine Autobombe, zwei Tage später explodieren drei Thunfisch Trawler im Hafen von Olhao. Ist der islamistische Terror nun auch in Portugal angekommen? Graciana Rosado, Carlos Esteves, und Leander Lost stehen vor einem Rätsel. Wer ist der raffinierte Bombenleger der Katz und Maus mit den Ermittlern spielt? Mit portugiesischer Menschenkenntnis und Leanders Kombinationsgabe kommen sie dem Täter immer näher.
    Mit ein paar erläuternden Worten war es nicht schwierig schon ganz zu Beginn in Lesefluss zu kommen. Die Spannung beginnt mit einem (Bomben)Knall und zieht sich extrem hoch bis zum atemberaubenden Schluss. Man merkt dem Autor seine Liebe zu Portugal und der Algarve, durch seinem bildhaften und begeisterten Schreibstil an. Dem Leser ist zu jeder Zeit bewusst, wo sich die Handlung abspielt. Die Landschaft prägt den Charakter der handelnden Figuren. Eine Mischung aus Spannung, Situationskomik und eine gehörige Portion portugiesischer Lebensart, die Figuren, nicht nur die guten, sind sympathisch und handeln nachvollziehbar.
    Die Charaktere waren voller Leben und handelten zu jeder Zeit glaubwürdig. Mein besonderer Liebling, Leander Lost, der eine erstaunliche Entwicklung gemacht hat. Toll, wie es Ribeiro schafft, die Stimmungen und Eindrücke eines Menschen mit Asperger Syndrom zu beschreiben. Natürlich trägt Lost, mit seinen besonderen Fähigkeiten wieder entscheidend zur Lösung des Falles bei. Er ist eine Bereicherung für die Kollegen und wird deshalb auch ganz besonders von ihnen geschätzt. Portugiesische Phrasen und Palindrome sind in kursiver Schrift gekennzeichnet. Der Handlungszeitraum von 8 Tagen ist in 30 Kapitel aufgeteilt, alle in idealer Leselänge. Der Autor hat den auktorialen Erzählstil gewählt, deshalb ist der Überblick über das Geschehen zu jeder Zeit umfassend möglich. Mittlerweile bin ich ein Fan der Fuseta-Reihe geworden. Bei den abendlichen Treffen auf der Dachterrasse der Rosados wäre ich auch gerne dabei, gerade da kommt das portugiesische Lebensgefühl sehr gut zur Geltung. Der Fall hat wieder Tiefe und macht Sinn, genau das schätze ich bei den Krimis dieser Reihe. Voller Vorfreude warte ich auf eine weitere Fortsetzung und bin auf alle Fälle wieder dabei, wenn Lost und Co. wieder in Fuseta ermitteln. Deshalb von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

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